Kurzportrait der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
Die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg ist eine Hochschule für angewandte Wissenschaften. Ihre Geschichte reicht zurück bis ins Jahr 1823 als das städtische Polytechnikum - eine Vorläufereinrichtung - gegründet wurde. Der weltbekannt Physiker Georg Simon Ohm ist nicht nur Namenspatron unserer Hochschule, sondern war hier von 1839 bis 1849 als Rektor und Professor für Physik und Mathematik tätig.
Heute ist sie die zweitgrößte Hochschule für angewandte Wissenschaften in Bayern und eine der größten bundesweit. Zwölf Fakultäten in den Bereichen Technik, Wirtschaft, Sozialwissenschaften und Design - verbunden mit Internationalität und anwendungsbezogener Forschung und Entwicklung - garantieren die Attraktivität der Hochschule.
In Wintersemester 2011/2012 waren 10.523 Studierende eingeschrieben. Das Personal umfasst 1.417 Professorinnen und Professoren, Lehrbeauftragte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Auditierung ?Familiengerechte Hochschule?
Als erste Fachhochschule in Bayern erhielt die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg am 21. Juni 2005 das Grundzertifikat ?familiengerechte Hochschule? der gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Seit diesem Zeitpunkt wurde und wird konsequent an einer familienbewussten Gestaltung der Arbeits- und Studienbedingungen gearbeitet. Ziel dabei ist die bessere Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Familie.
Die Re-Auditierung im Rahmen des audits ?familiengerechte Hochschule? wurde am 28.04.2008 erfolgreich durchgeführt. Auch hier ist die Ohm-Hochschule Vorreiter, gelang ihr doch als erster staatlicher Hochschule in Bayern die Re-Auditierung. Das Zertifikat ?familiengerechte Hochschule? überreichte Bundesfamilienministerin von der Leyen am 30. Juni 2008 bei einem Festakt in Berlin an den Präsidenten der Hochschule, Prof. Dr. Michael Braun. Das Zertifikat bescheinigt, dass die Hochschule ?eine familienbewusste Personalpolitik betreibt, familiengerechte Studienbedingungen fördert und kontinuierlich an einer tragfähigen Balance von Studium/Erwerbsarbeit und Familie arbeitet.? Die zweite Re-Auditierung erfolgte im August 2011, die feierliche Zertifikatsübergabe wird im Juni 2012 sein.
Maßnahmen auf dem Weg zur familienfreundlichen Hochschule
Durchgeführte Maßnahmen (Auswahl):
? Verankerung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie als besonderes Anliegen in den Leitsätzen der Hochschule
? Hochschulservice für Familien als Servicestelle und Ansprechpartner für alle Hochschulangehörigen
? Information und psychosoziale Beratung für werdende Eltern
? Information und psychosoziale Beratung in Fragen der Betreuung und Pflege von Familienmitgliedern
? eigene Kinderkrippe ?milliOHM?
? Ferienbetreuung für Schulkinder, flexible Nachmittagsbetreuung
? Notfallbetreuung, Babysitterservice
? umfangreiche Informationen im Internet zu den Themen ?Studieren mit Kind? und ?eldercare?
? flexible Arbeitszeiten mit individuellen Teilzeitmöglichkeiten
? alternierende Telearbeit/Home-Office
? Kontakthalte- und Wiedereinstiegsprogramm für Elternzeit-RückkehrerInnen
Zukünftige Maßnahmen (Auswahl):
? weiterer Ausbau von E-Learning-Angeboten und Teilzeitstudiengängen
? Ausbau familiengerechter Studienbedingungen
? Förderung von Teilzeitkräften in Führungspositionen
? Unterstützungsmaßnahmen zur Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen
? Verknüpfung zur Lehre durch Projektarbeiten mit Studierenden
Die Georg-Simon-Ohm-Hochschule versteht unter Familie ?alle (Lebens)Gemeinschaften, in denen eine langfristige soziale Verantwortung wahrgenommen wird - insbesondere für Kinder und pflegebedürftige Angehörige?.
Bereits im Oktober 2006, wurde an der GSO-HSN ein Familienbüro eröffnet, das einen wichtigen Beitrag zur Familienorientierung innerhalb der Hochschule darstellte. Die Nürnberger Ohm-Hochschule war die erste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Bayern, die ein Familienbüro als Servicestelle für alle Hochschulangehörigen (Studierenden, Mitarbeiter/innen und Professoren/innen) eingerichtet hat, das sich ausschließlich mit der Thematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf/Studium beschäftigt. Im Januar 2009 wurde diese Einrichtung sowohl personell und räumlich als auch durch eine Erweiterung des Aufgabenspektrums zum Hochschulservice für Familien ausgebaut und als zentrale Einrichtung in der Grundordnung der Hochschule verankert.
Die Mitarbeiter/innen der Servicestelle beraten und informieren, sowohl persönlich als auch telefonisch bzw. über Internetkontakt zu allen familienrelevanten Themen und Problemstellungen. Darüber hinaus stehen allen Hochschulangehörigen und Kooperationspartner umfangreiche Informtionen im Internet zu Themenkomplexen rund um die Familie zur Verfügung.
Als erste bayerische Hochschule in eigener Trägerschaft hat die Georg-Simon-Ohm-Hochschule im November 2008 eine eigene Kinderkrippe für Kinder von Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Professorinnen und Professoren, sowie für Kinder aus Nürnberg eröffnet. Das milliOHM als Teil des Hochschulservice für Familien ist eine elementarpädagogische Einrichtung für Kleinkinder in den ersten drei Lebensjahren und erfüllt einen wichtigen Bildungs- Erziehungs- und Betreuungsauftrag. In den drei altersgemischten Gruppen werden jeweils 12 Kinder betreut. Kooperationen und Vernetzung, sowohl innerhalb der Hochschule als auch mit der gesamten Region, zählen ebenso wie die Öffentlichkeitsarbeit zu den Aufgabenbereichen des Hochschulservice, der mittlerweile fast zwei Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
Da aufgrund der demographischen Entwicklung mit einem Anstieg von pflegebedürftigen Personen in den nächsten Jahren zu rechnen ist, wird diese Thematik weiterhin ein Schwerpunkt der Arbeit des Hochschulservice werden.
Darüber hinaus ist die Verknüpfung mit der Lehre durch Projektarbeiten mit Studierenden ein zentrales Anliegen der Servicestelle.
Weiterhin sind wir gerade dabei, das betriebliche Gesundheitsmanagement an der Hochschule zu etablieren.
Kontakt
Hochschulservice für Familien
Laufertorgraben 8
90489 Nürnberg
Tel.: 0911/5880-2870
familienservice(at)ohm-hochschule.de
www.familienbewusste-personalpolitik.de/